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Der erste Spielabend mit Heldentisch: Checkliste für Spielleiter

Zwerg mit Laterne führt eine Abenteurergruppe durch ein Steintor in eine erleuchtete Halle

Der erste Spielabend mit Heldentisch gelingt, wenn der Spielleiter drei Dinge am Tag davor erledigt: Spiel anlegen, Karten vorbereiten, Monster verdeckt setzen. Am Tisch selbst bleiben dann nur WLAN, Spiel-Code und Beamer. Diese Checkliste führt durch Vorbereitung, Aufbau und die ersten Stunden am Tisch, samt der Stolpersteine, die uns im Juli erwischt haben.

Was am ersten Abend anders ist

Heldentisch ist ein kostenloser Online-Begleiter für D&D-Runden am echten Tisch: geteilte Battlemap, Charakterbögen, Würfel und Initiative auf allen Geräten gleichzeitig, ohne Konto. Der erste Abend damit unterscheidet sich von allen weiteren in einem Punkt: Die Gruppe hat noch keine Charaktere im System, und du hast noch keine Routine. Beides lässt sich vorziehen.

Unser erster Abend war im Juli, Kapitel 3 der laufenden Kampagne, eine Kanalisation unter der Stadt. Henrik hatte die Karte fertig und die Riesenratten verdeckt gesetzt. Was fehlte: die Charakterbögen. Brunhild, Aerendil, Cedric, Merrywen und Zaraya tippten die erste halbe Stunde Attribute ein, während die Kerze herunterbrannte. Seitdem gilt bei uns: Bögen vor dem Abend, nicht am Abend.

Am Tag davor: Spiel und Karte vorbereiten

  1. Spiel anlegen. Name des Abenteuers eintragen, „Spiel erstellen“ drücken. Heldentisch zeigt dir einmalig groß den Spiel-Code (6 Zeichen) und den Master-Code (8 Zeichen). Beide stehen danach auch in der Seitenleiste. Wie die Codes zusammenspielen, steht im Beitrag Spiel-Code statt Konto.
  2. Master-Code notieren. Auf Papier, in die Notizen-App, irgendwohin außerhalb des Browsers. Der Master-Code ist dein Weg zurück in die Spielleiter-Ansicht, wenn der Laptop am Spielabend streikt und du auf dem Tablet weitermachst.
  3. Karten bauen oder generieren. Drei Wege: im Karteneditor aus Böden und Objekten bauen, ein fertiges Kartenbild hochladen und das Raster darüberlegen, oder den KI-Kartengenerator mit ein bis zwei Sätzen füttern und ein bis drei Minuten warten. Bis zu 50 Karten passen in ein Spiel, also lieber eine Karte zu viel als eine zu wenig.
  4. Monster aus der Bibliothek verdeckt setzen. Die Monster-Bibliothek (Stand 27. Juli 2026: 330 Einträge aus dem deutschen SRD) setzt jedes Monster mit einem Klick als verstecktes Token auf die Karte. Spieler bekommen davon nichts mit, bis du es aufdeckst. Wer die Trefferpunkte der Gegner verbergen will, schaltet Monster-HP verbergen ein oder stellt den Lebensbalken pro Token um.
  5. Nebel einstellen. Pro Karte: aus, „Erkundet bleibt sichtbar“ oder „Nur Sichtfeld“. Sichtweite prüfen, voreingestellt sind 6 Felder. Für den Marktplatz bleibt der Nebel aus, für die Kanalisation hat Henrik „Erkundet bleibt sichtbar“ gewählt.
  6. Handout vorbereiten. Ein Bild der Stadt, der Brief des Auftraggebers, die Skizze des Händlers: Über Handout zeigen blendest du Bild oder Text mit einem Klick auf allen Geräten ein. Das Bild vorher auf den Laptop legen spart am Tisch das Suchen.

Dazu ein Punkt, der in keiner App steht: Schick den Spiel-Code schon am Tag davor an die Gruppe. Wer will, trägt seinen Bogen dann zu Hause ein. Bei uns haben das zwei von fünf gemacht, und die beiden haben am Abend gespielt, während die anderen noch tippten.

Beim Aufbau: die Viertelstunde vor dem ersten Wurf

  1. WLAN prüfen. Alle Geräte ins selbe Netz, Passwort griffbereit. Heldentisch läuft im Browser und braucht keine Installation, aber es braucht Verbindung. Bricht sie kurz ab, zeigt die App ein Banner und verbindet sich neu, der Server hält den Stand.
  2. Spiel-Code laut vorlesen. Sechs Zeichen, Groß- und Kleinschreibung spielt keine Rolle. Sag dazu, ob die Null eine Null oder ein O ist. Jeder Spieler öffnet heldentisch.de, gibt Code und Charakternamen ein und ist drin.
  3. Beamer oder Fernseher mit der Tischansicht. Unter „Mehr“ findest du den Link Tischansicht (Beamer). Auf dem Rechner am Beamer öffnen, und die Wand zeigt nur die aktive Karte mit den Tokens und der Markierung der Figur am Zug, ohne Notizen, ohne versteckte Monster, ohne Codes. Einrichtung im Detail: Tischansicht für Beamer und Fernseher.
  4. Spieler tragen ihren Bogen ein oder übertragen ihn. Klasse, Rasse, Stufe, Attribute, Trefferpunkte. Fertigkeiten und Rettungswürfe rechnet der Bogen selbst. Merkmale kommen per Klick aus der Bibliothek (seit 10. August 2026 mit 290 Einträgen), Zauber und Ausrüstung aus der Suche. Wer einen Papierbogen hat, überträgt nur die Zahlen.
  5. Charakter-Codes sichern. Jeder Spieler sieht seinen Charakter-Code beim ersten Betreten und danach in seiner Seitenleiste. Ein Foto davon reicht. Du siehst die Codes aller Spieler zusätzlich in deiner Charakterliste, falls jemand seinen verliert.

Am Tisch: vier Gewohnheiten, die den Abend tragen

  1. Vorhang nutzen. Beim Kartenwechsel sehen die Spieler „Der Spielleiter bereitet die Karte vor…“, bis du freigibst. Nutze die Zeit: Tokens setzen, Nebel nachmalen, dann Karte freigeben. Die Gruppe würfelt derweil oder liest im Bogen.
  2. Gruppenprobe statt Reihum-Abfrage. Wenn alle Wahrnehmung würfeln sollen, wählst du unter Gruppenprobe die Probe, optional den SG, und jeder Spieler bekommt einen Würfelknopf. Die Ergebnisse laufen bei dir mit Haken und Kreuz ein.
  3. Echte Würfel eintragen lassen. Wer seinen W20 nicht aus der Hand gibt, würfelt am Tisch und trägt das Ergebnis unter Echt gewürfelt ein. Der Wurf erscheint im Feed wie jeder andere, mit Krit und Patzer.
  4. Chronik exportieren danach. Unter Chronik exportieren (für KI) lädst du alles herunter, was am Tisch passiert ist, als letzte Sitzung oder ganze Kampagne. Daraus wird die Zusammenfassung für den nächsten Abend: So funktioniert der Chronik-Export.

Typische Stolpersteine

Code vertippt. Der häufigste Fehler am ersten Abend, bei uns gleich zweimal. 0 und O, 1 und I sehen auf einem Zettel gleich aus. Lies den Code vor oder zeig ihn auf dem Laptop.

Tablet schläft ein. Im normalen Browser-Tab greift nach ein paar Minuten die Bildschirmsperre. Abhilfe: Heldentisch auf den Home-Bildschirm legen, auf dem iPad über das Teilen-Menü mit „Zum Home-Bildschirm“, auf Android über das Browser-Menü mit „App installieren“. Als App hält Heldentisch den Bildschirm während des Spielabends wach und läuft im Vollbild ohne Adressleiste.

Jemand hat kein Gerät. Kein Problem für den Abend. Du legst für die Figur ein Token an und bewegst es mit, der Spieler spielt mit Papierbogen und echten Würfeln weiter. Auf dem Beamer steht ihr Token auf der Karte wie alle anderen und ist markiert, wenn sie am Zug ist.

Bei uns war es Zaraya, deren Tablet zu Hause lag. Sie hat den Abend mit Papier gespielt, Henrik hat ihr Token geführt, und beim nächsten Mal ist sie mit dem Spiel-Code beigetreten und hat ihre Bardin in Ruhe eingetragen.

Die sechs Schritte der Einrichtung stehen mit allen Details in der Anleitung, die Beamer-Einrichtung in Schritt 5.

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Einrichtung?

Das Spiel anlegen dauert Sekunden, der Beitritt der Spieler mit Code und Namen eine Minute. Die Anleitung rechnet mit etwa fünf Minuten bis zum ersten Wurf. Länger dauern die Charakterbögen: Für eine Figur der Stufe 5 mit Zaubern und Ausrüstung war es bei uns eine gute Viertelstunde je Spieler, deshalb gehört das auf den Tag davor.

Müssen die Spieler vorher etwas installieren?

Nein. Heldentisch läuft in jedem aktuellen Browser auf iPad, Android-Tablet, Smartphone oder Laptop, ohne Konto und ohne App-Store. Wer will, legt es auf den Home-Bildschirm, dann läuft es im Vollbild und der Bildschirm bleibt während des Spielabends an. Das ist ein Angebot, keine Voraussetzung.

Was, wenn ich den Master-Code verliere?

Solange du auf einem Gerät noch im Spiel bist, steht der Master-Code in deiner Seitenleiste, und du kannst ihn abschreiben. Ein Konto oder eine E-Mail-Adresse, an die Heldentisch ihn schicken könnte, gibt es nicht. Deshalb steht er in dieser Checkliste an zweiter Stelle: notieren, bevor der erste Spieler beitritt.

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