Blog · Karte & Nebel
Karten bauen im Editor: Böden, Objekte, Notizen und der Vorhang
Der Karteneditor ist der Teil von Heldentisch, in dem der Spielleiter Battlemaps selbst baut: 110 Bodentexturen und 74 Objekte, beide Paletten mit Suche, gemalt wird direkt auf der Karte. Wände und Bäume blocken Sicht und Bewegung, DM-Notizen bleiben für Spieler unsichtbar, und ein Vorhang verdeckt jede Karte, bis sie fertig ist.
Zwei Ebenen: Boden und Objekte
Eine Karte besteht aus zwei Schichten. Unten liegt der Boden, ein Feld nach dem anderen: Steinboden, Holzdielen, Gras, Wasser, Wände, Türen, dazu Hügel- und Felssets mit Hängen und Ecken. Darauf stehen die Objekte: Fackeln, Tische, Betten, Bäume, Kisten, Truhen, Altäre. Stand 10. Juli 2026 sind das 110 Böden und 74 Objekte. Beide Paletten haben ein Suchfeld, „Fackel“ eintippen geht schneller als scrollen. Für Dungeons bleibt außerhalb der Räume der Boden „Nichts“, ein schwarzer Abgrund, den keine Figur betritt.
Alle Grafiken sind eigene Erstellungen und dürfen frei verwendet werden. Und sie sind nicht nur Deko: Ein Teil der Böden und Objekte blockt die Sicht, ein Teil die Bewegung, manche beides. Eine Wand hält Blicke und Figuren auf, ein Baum die Sicht. Das ist die Grundlage für den Nebel des Krieges, der aus denselben Wänden seine Sichtlinien berechnet.
Malen im Bauen-Modus
Die Paletten sind nicht immer da. Der Spielleiter schaltet mit Bauen in den Bauen-Modus, dann erscheinen Boden- und Objektpalette über der Karte; schaltet er zurück, ist die Werkzeugleiste wieder so schmal wie im Spiel. Gemalt wird direkt auf der Karte, mit der Maus oder dem Finger, ein Feld oder ein ganzer Strich. Für Objekte gibt es einen Radierer.
Malt der Spielleiter auf der Karte, die gerade live ist, sehen die Spieler jeden Strich im selben Moment. Für Überraschungen baut Henrik deshalb auf einer anderen Karte oder hinter dem Vorhang.
Wer sich vermalt, nimmt bis zu 30 Pinselstriche zurück. Breite und Höhe der Karte stehen im Karten-Bereich der Seitenleiste und lassen sich zwischen 4 und 100 Feldern ändern; seit dem 8. Juli passt sich die Ansicht dabei sofort an.
DM-Notizen, die Spieler nie sehen
Jede Karte hat ein Feld DM-Notizen. Was dort steht, sieht nur der Spielleiter. Der Platzhalter im Feld bringt es auf den Punkt: nur für dich sichtbar, zum Beispiel „Die Truhe ist eine Mimik“. Die Notizen werden an die Geräte der Spieler gar nicht erst gesendet; es gibt sie dort nicht, auch nicht versteckt im Seitenquelltext.
Henrik schreibt dort hinein, was er früher auf den Rand der Papierkarte gekritzelt hat: Fallen, den Rettungswurf dafür, wer im Nebenraum wartet und wie viele Trefferpunkte er noch hatte, als wir aufgehört haben. Sagt er zumindest, ich sehe davon nichts.
Mehrere Karten und der Vorhang
Ein Spiel hält bis zu 50 Karten. Eine ist „live“, die sehen die Spieler; alle anderen liegen bereit. Wechselt der Spielleiter die Karte, bekommen die Spieler nicht sofort die neue, sondern einen Vorhang: „Der Spielleiter bereitet die Karte vor…“. Solange der Vorhang hängt, gehen keine Kartendaten an ihre Geräte. Der Spielleiter setzt in Ruhe Tokens, malt nach, versteckt den Hinterhalt und gibt dann frei.
Charakterbogen, Würfel und Chat bleiben derweil nutzbar. Bei uns ist der Vorhang die Pause für den Kaffee geworden: Die Gruppe sieht die Meldung, weiß, dass gleich etwas kommt, und Merrywens Spielerin fragt jedes Mal, ob sie schon lauschen darf. Wie die Karte danach für alle aussieht, steht im Beitrag zur geteilten Battlemap.
Karten am Abend vorher bauen
Karten bleiben im Spiel gespeichert, deshalb baut Henrik sie vor dem Spielabend. Am Dienstag vor unserer letzten Sitzung saß er eine halbe Stunde am Laptop, hat er hinterher erzählt: Steinboden für die Krypta, Wände drumherum, zwei Türen, ein Altar, vier Fackeln. Die Falle im Gang stand als Notiz dabei, mit dem Rettungswurf. Am Donnerstag hat er die Karte aktiviert, den Vorhang gelüftet, und Brunhild ist als Erste hineingestapft, wie immer.
Jede Karte hat einen Namen, den ihr im Karten-Bereich ändert. Henrik benennt sie nach Ort und Sitzung, „Krypta, Abend 12“, damit er sie in einer Liste mit 30 Karten wiederfindet. Karten, die nie wieder gebraucht werden, löscht er dort auch, das Limit von 50 kommt sonst schneller als gedacht.
Wer nicht selbst malen will, beschreibt die Karte in einem Satz und lässt den KI-Kartengenerator bauen; das Ergebnis landet im selben Editor und lässt sich dort weiterbearbeiten. Beide Wege stehen auch in Schritt 4 der Anleitung, die Übersicht aller Editor-Funktionen auf der Funktionen-Seite.