Blog · Am Tisch & online
Tischansicht: die Karte am Beamer oder Fernseher, Schritt für Schritt
Die Tischansicht ist eine eigene Seite von Heldentisch für den Beamer oder Fernseher: nur die aktive Karte mit Tokens, so wie die Gruppe sie gemeinsam sieht, ohne Bedienelemente. Der Spielleiter kopiert den Link unter „Mehr“, öffnet ihn auf dem Rechner am Beamer und schaltet auf Vollbild. Sie belegt keinen Spielerplatz.
Was die Tischansicht zeigt
Seit dem Update vom 27. Juli 2026 gibt es beim Spielleiter unter dem Reiter Mehr den Aufklapper Tischansicht (Beamer). Dahinter steht ein Link, der eine reine Anzeigeseite öffnet. An der Wand erscheint:
- Nur die aktive Karte: Wechselt der Spielleiter die Karte, wechselt der Beamer mit. Vorbereitete Karten bleiben unsichtbar.
- Nebel in Gruppensicht: Im Modus „Nur Sichtfeld“ zeigt der Beamer die Vereinigung aller Spieler-Sichtfelder, also alles, was irgendjemand aus der Gruppe gerade sieht. Im Modus „Erkundet bleibt sichtbar“ die gemeinsam aufgedeckte Karte.
- Pings: Ein lange gedrücktes Feld leuchtet auch an der Wand auf.
- Vorhang: Bereitet der Spielleiter eine Karte vor, steht auch am Beamer „Der Spielleiter bereitet die Karte vor…“.
- Handouts formatfüllend. Sie bleiben stehen, bis der Spielleiter sie ausblendet, denn am Beamer klickt niemand weg.
Nicht dabei sind die Notizen des Spielleiters, versteckte Tokens, der Chat und alle Codes. Der Server behandelt den Beamer wie einen Spieler ohne eigene Figur und schickt ihm dieselbe bereinigte Fassung des Spielstands, die auch die Tablets bekommen. Was im Beitrag zum digitalen Sichtschirm steht, gilt an der Wand genauso. Verändern kann die Tischansicht nichts, kein Token lässt sich dort verschieben.
Einen Spielerplatz belegt sie nicht. Sie taucht in der Charakterliste nicht auf und legt keinen Charakter an. Ein alter oder falscher Link wird abgewiesen, statt still als neuer Spieler im Spiel zu landen.
Einrichtung Schritt für Schritt
- Link kopieren: Als Spielleiter auf den Reiter Mehr, Tischansicht (Beamer) aufklappen, Kopieren. Der Link enthält den Spiel-Code und einen eigenen Schlüssel. Wer ihn hat, sieht mit, also bleibt er in der Gruppe.
- Am Beamer-Rechner öffnen: Den Link im Browser des Laptops einfügen, der am Beamer oder Fernseher hängt. Beim Smart-TV geht es über dessen eigenen Browser; das Eintippen des Links ist dort die lästigste Minute des Abends, danach läuft es.
- Vollbild: Im Browser F11 drücken, am Mac die Vollbild-Funktion des Browsers. Adressleiste weg, nur noch Karte.
- Ausschnitt einstellen: Zoomen und Verschieben geht in der Tischansicht, mehr Bedienung gibt es dort nicht. Einmal einpassen, Maus weglegen.
- Ohne Beamer: Ein Tablet flach in die Tischmitte legen, denselben Link öffnen, Vollbild. Die Gruppe sitzt drumherum wie um eine Papierkarte.
Dieselben Schritte in Kurzform stehen in Schritt 5 der Anleitung. Wer den Link vorher am eigenen Laptop prüfen will, nimmt Öffnen neben dem Kopieren-Knopf.
Was sich am Tisch bewährt hat
- Zoom am Beamer: Den Ausschnitt so wählen, dass der Bereich, in dem gerade gespielt wird, die Wand füllt. Eine Karte mit 40 mal 40 Feldern komplett an der Wand ergibt Tokens in Fingernagelgröße. Bei uns hängt der Laptop am Fernseher neben meinem Platz. Beim Kartenwechsel zoome ich einmal auf den Raum, in dem die Gruppe steht, danach fasse ich die Maus nicht mehr an.
- Raumlicht: Heldentisch ist dunkel gestaltet. Ein Beamer braucht deshalb einen abgedunkelten Raum, ein Fernseher nicht. Bei uns hängt ein Fernseher, weil die Kerzen bleiben dürfen.
- Die Tablets bleiben: Der Beamer ersetzt nicht die Geräte der Spieler. Charakterbogen, Würfel und die eigene Sicht im Nebel bleiben auf dem Tablet; was dafür taugt, steht im Ratgeber zum Tablet am Spieltisch.
- Nur Sichtfeld: Im Sichtfeld-Modus zeigt der Beamer mehr als jedes einzelne Tablet, nämlich die Summe aller Blicke. Soll Merrywen beim Kundschaften allein wissen, was hinter der Tür liegt, geht der Fernseher auf Ansage des Spielleiters für die Szene aus. Wie die beiden Modi arbeiten, erklärt der Beitrag zum Nebel des Krieges.
Die erste Sitzung mit Fernseher an der Wand hat unsere Sitzordnung verändert. Vorher saßen wir alle über unsere Tablets gebeugt, jeder in seiner Karte. Jetzt schauen wir zur Wand, und Zarayas Spielerin zeigt mit dem Finger auf den Goblin, den sie meint, statt „den links oben, nein, den anderen“ zu sagen. Aerendil hält auf seinem Tablet den Fingerzeig gedrückt, an der Wand pulsiert das Feld, und alle wissen, wohin der Feuerball geht.
Die Übersicht dazu steht auf der Funktionen-Seite unter Tisch-Ansicht für Fernseher und Beamer.
Häufige Fragen
Brauche ich einen extra Rechner für den Beamer?
Nein, nur ein Gerät mit Browser, das am Beamer oder Fernseher hängt: ein Laptop, ein Smart-TV mit eigenem Browser oder ein Tablet flach in der Tischmitte. Auch der Spielleiter-Laptop geht, wenn der Beamer als zweiter Bildschirm angeschlossen ist: das Fenster mit der Tischansicht auf den Beamer schieben, die Spielleiter-Ansicht bleibt auf dem Laptop-Bildschirm.
Sehen Spieler am Beamer versteckte Monster?
Nein. Die Tischansicht bekommt vom Server dieselbe bereinigte Fassung des Spielstands wie ein Spieler-Gerät: keine versteckten Tokens, keine Tokens im Nebel, keine Notizen des Spielleiters, kein Chat, keine Codes. Bei eingeschaltetem Nebel zeigt sie die Vereinigung aller Spieler-Sichtfelder, also nur das, was die Gruppe gemeinsam sehen kann.
Zählt der Beamer als Spieler?
Nein. Die Tischansicht belegt keinen Spielerplatz, legt keinen Charakter an und taucht in der Charakterliste nicht auf. Sie ist eine reine Anzeige und kann nichts verändern, weder ein Token verschieben noch einen Wurf auslösen. Ein alter oder falscher Link wird abgewiesen, statt still als neuer Spieler im Spiel zu landen.