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Ein Zusatz zum Spiel, kein Ersatz für den Tisch: was Heldentisch bewusst nicht ist

Tablet mit digitalem Charakterbogen neben einem gedruckten Bogen mit Bleistift

Heldentisch ist ein Zusatz zur D&D-Runde am echten Tisch, kein Ersatz für ihn. Die Papierkarte darf liegen bleiben, der gedruckte Bogen bleibt ausgefüllt, die Würfel bleiben in der Hand. Ihr nehmt die Funktionen, die euch Arbeit abnehmen, und lasst den Rest aus. Nicht einmal ein Gerät für jeden ist nötig.

Das Werkzeug soll hinter dem Abend verschwinden

Heldentisch ist entstanden, weil ich am Tisch weniger blättern und mehr spielen wollte. Der Abend gehört den Leuten, die daran sitzen, dem Gelächter über den Patzer, dem Würfel, der unter den Schrank rollt. Ein Werkzeug, das Aufmerksamkeit für sich verlangt, macht diesen Abend schlechter, ganz gleich, wie viel es kann.

Deshalb ist die Oberfläche dunkel und ruhig. Sie ist für einen schwach beleuchteten Raum gemacht, in dem Kerzen und Bildschirme das Licht sind. Spielrelevantes wie Trefferpunkte, Rüstungsklasse und Zustände steht immer sichtbar da, Verwaltung wie Bearbeiten und Codes ist eingeklappt. Das Tablet soll auf dem Tisch liegen und nur in die Hand, wenn eine Probe ansteht. Seit heute steht diese Haltung auch auf der Funktionen-Seite unter Ein Zusatz zum Spiel, kein Ersatz für den Tisch, zusammen mit neuen Antworten in den FAQ.

Was bleiben darf

Alles. Die gezeichnete Battlemap auf dem Wachstuch, der ausgedruckte Bogen mit den Radierspuren, der Würfelbecher. Heldentisch verlangt nichts davon zurück.

  • Papierkarte: Wer die Karte zeichnet, stellt in der Seitenleiste auf Tisch-Modus. Die digitale Karte verschwindet, Bögen, Zauber, Inventar und Würfel füllen die volle Breite in 2 bis 4 Spalten. Der Modus gilt nur für das eigene Gerät, der Rest der Runde kann die Karte weiter sehen. Mehr dazu im Beitrag Tisch-Modus für Runden mit Papierkarte.
  • Gedruckter Bogen: Wer seinen Bogen auf Papier führt, führt ihn auf Papier. Der Spielleiter setzt für diese Figur ein Token auf die Karte und zieht es mit. Am Beamer steht sie in der Reihe wie alle anderen, und in der Initiative auch.
  • Echte Würfel: Der Würfelkasten nimmt ein echtes Ergebnis entgegen. Eintippen, es landet im Feed wie ein digitaler Wurf. Wie das mit Vorteil, Nachteil und Gruppenproben zusammenspielt, steht im Beitrag Würfeln in Heldentisch.

Jede Funktion einzeln

Es gibt keinen Pflichtpfad durch Heldentisch. Manche Runden führen nur die Karte digital und schreiben die Bögen weiter mit Bleistift. Andere nutzen nur die Bögen und zeichnen die Kämpfe auf ein Wachstuch. Wieder andere nehmen nur die Würfel, weil der Wurf groß über den Bildschirm rollt und der Krit für alle sichtbar ist. Der Nebel des Krieges ist pro Karte abschaltbar, die Zauberpunkte sind eine optionale Regel, die Tischansicht am Beamer ist ein Link, den man öffnet oder nicht.

Auch der Spielleiter allein ist ein gültiger Fall. Ein Spiel anlegen, ohne dass jemand beitritt: Karten vorbereiten, Monster verwalten, Initiative führen, Karte an den Beamer. Die Gruppe merkt davon nur, dass weniger geblättert wird.

Was ich bewusst nicht gebaut habe

Die Liste der fehlenden Dinge ist so wichtig wie die Liste der vorhandenen. Hier die vier, die mir am wichtigsten sind, mit dem Grund.

Nicht gebautWarum
Ein Dashboard mit Kennzahlen und KachelrasterEin Spielabend hat keine Kennzahlen. Er hat Trefferpunkte, eine Karte und die Frage, wer dran ist.
Gaming-Optik mit Neon, Leuchteffekten und Fantasy-Schrift in den BeschriftungenDas blendet im dunklen Raum und macht Beschriftungen schwerer lesbar. Die Stimmung kommt vom Tisch, nicht vom Rahmen.
Verschachtelte Aufklappmenüs für Dinge, die ständig gebraucht werdenEine Probe darf nicht drei Tipps tief liegen. Deshalb Reiter am unteren Rand und ein Knopfraster für Fertigkeiten.
Eigene Sprach- und VideofunktionAm Tisch schaut ihr euch an. Online macht Discord das seit Jahren. Heldentisch bleibt Karte, Bögen und Würfel.

Ein Werkzeug, das zurücktreten soll, darf auch am Anfang keine Hürde bauen. Darum gibt es kein Konto und keine Anmeldung, ein Spiel-Code reicht. Wie sich Heldentisch damit von Roll20, Foundry VTT und Owlbear Rodeo unterscheidet, steht im Vergleich kostenloser D&D-Werkzeuge.

Was wir am eigenen Tisch weiter analog machen

Bei uns liegt die Papierkarte nur noch selten auf dem Tisch, der Fernseher hat sie verdrängt. Anderes ist geblieben. Brunhild spielt seit dem ersten Abend mit ihrem gedruckten Bogen und einem Bleistift, ihr Token setzt Henrik, sie sagt an, wohin sie geht, er zieht. Sobald es um Angriffe geht, sind bei allen die Würfel echt: Der W20 rollt über das Holz, das Ergebnis geht über den Tisch, nur der Schaden wird eingetragen. Und Zaraya hält ihre Lieder und Sprüche weiter auf einem Zettel fest, weil sie den Zettel mag.

Das ist der Zweck des Werkzeugs. Am Ende des Abends soll niemand sagen, er habe mit Heldentisch gespielt. Er hat D&D gespielt.

Häufige Fragen

Muss jeder Spieler ein Gerät haben?

Nein. Wer mit gedrucktem Charakterbogen und echten Würfeln spielen will, tut das weiter. Der Spielleiter setzt für diese Figur ein Token auf die Karte und bewegt es mit, in der Initiative steht sie wie alle anderen. Am selben Tisch können also einige mit und andere ohne Heldentisch mitspielen.

Kann ich nur die Charakterbögen nutzen?

Ja. Jede Funktion lässt sich einzeln nutzen. Für Runden mit gezeichneter Battlemap gibt es den Tisch-Modus: Er blendet die digitale Karte aus und gibt Charakterbogen, Zauber, Inventar und Initiative die volle Breite. Das Tablet wird damit zum reinen Charakterbogen, gewürfelt wird digital oder mit echten Würfeln.

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