Blog · Karte & Nebel
Unsichtbare Wände, Türen und Raum aufdecken: Sicht steuern auf jeder Karte
Seit dem Update vom 16. Juli 2026 malt der Spielleiter in Heldentisch unsichtbare Wände, die Sicht und Bewegung sperren und für Spieler nie zu sehen sind, setzt Türen, die per Tipp aufgehen, und deckt mit einem Klick einen ganzen Raum auf. Dazu bekommt jedes Token seine eigene Sichtweite. Das macht den Nebel des Krieges auch auf hochgeladenen Bildkarten dicht.
Warum Sicht auf Bildkarten ein Problem war
Der Nebel des Krieges rechnet die Sicht aus dem, was auf der Karte steht: Wände, Bäume und Türen aus dem Karteneditor unterbrechen die Sichtlinie. Eine hochgeladene Bildkarte hat nichts davon. Für den Server ist das Foto der Zwergenhalle, die Henrik auf Papier gezeichnet hat, eine flache Fläche, und der Nebel würde den Blick quer durch jede gemalte Mauer freigeben. Genau dafür gibt es seit dem 16. Juli die Blocker.
Unsichtbare Wände
Eine unsichtbare Wand ist ein Blocker, den der Spielleiter im Bauen-Modus über die Karte zieht und der Sicht und Bewegung sperrt, ohne dass Spieler ihn je zu sehen bekommen. Das Werkzeug heißt Wand und steht in der Werkzeugleiste unter „Blocker“, neben Tür und Radieren. Der Spielleiter fährt damit die gemalten Mauern der Bildkarte nach, und ab dann hält der Nebel an ihnen, und kein Token läuft hindurch.
Auf gebauten Karten sind sie seltener nötig, aber es gibt einen Fall, in dem nichts anderes hilft: Geheimtüren. Auf der Karte steht eine Wand, für die Spieler sieht sie aus wie jede andere, und dahinter liegt ein Gang, den der Nebel bis zum Fund verbirgt. Wie ihr Bildkarten überhaupt hochladet und das Raster einpasst, steht im Beitrag zum Hochladen von Bildkarten.
Türen, die per Tipp aufgehen
Türen blocken wie Wände, solange sie zu sind. Der Unterschied liegt im Spiel: Henrik tippt die Tür im Bewegen-Modus an, sie geht auf, und die Sicht erweitert sich im selben Moment auf allen Geräten. Noch ein Tipp, und sie ist wieder zu; im Modus „Nur Sichtfeld“ verschwindet der Raum dahinter dann wieder aus dem Blick. Spieler können Türen nicht selbst bedienen. Wir sagen „Ich öffne die Tür“, und er tippt.
In der Zwergenhalle saß die Geheimtür hinter dem Thron. Auf dem Foto der Papierkarte war sie ein Stück Mauer wie jedes andere; Henrik hatte eine unsichtbare Wand darüber gezogen und an einer Stelle eine Tür hineingesetzt, wie er uns hinterher verriet. Brunhild klopfte die Wand ab, ihre Spielerin würfelte Wahrnehmung, eine 19, und er tippte die Tür auf. Auf fünf Tablets erschien im selben Moment ein Gang, den es eine Sekunde vorher noch nicht gegeben hatte.
Raum aufdecken mit einem Klick
Im Modus „Erkundet bleibt sichtbar“ deckt die Gruppe beim Gehen selbst auf. Für den großen Auftritt eines Saals reicht das nicht: Die Tür geht auf, die Fackel leuchtet den Raum aus, und die Gruppe soll ihn als Ganzes sehen, nicht Feld für Feld. Dafür gibt es Raum in den Nebel-Werkzeugen. Ein Klick in den Raum, und Heldentisch deckt den zusammenhängenden Bereich bis zu den nächsten Wänden und Türen auf. Unsichtbare Wände zählen dabei mit, deshalb bleibt der Nebenraum hinter der Geheimtür zu.
Im Modus „Nur Sichtfeld“ gibt es das Werkzeug nicht. Dort folgt die Sicht allein der Figur.
Sichtweite pro Token und Token-Bilder
Bis zum 16. Juli galt für alle Figuren die Sichtweite der Karte, voreingestellt 6 Felder. Jetzt bekommt jedes Token in der Token-Liste unter „Details“ einen eigenen Wert in Feldern. Bleibt das Feld leer, gilt weiter der Kartenwert. Damit sieht der Zwerg mit Dunkelsicht weiter als der Mensch mit der Fackel, so wie es das Regelwerk vorsieht.
| Situation | Sichtweite in Feldern | In Fuß |
|---|---|---|
| Kartenwert, voreingestellt | 6 | 30 |
| Dunkelsicht | 12 | 60 |
| Fackel | 4 | 20 |
| Kerze | 2 | 10 |
Die Werte sind das, was wir am Tisch eintragen. Wer die Fackel großzügiger auslegen will, trägt 6 ein.
Neu sind außerdem Token-Bilder: Ein hochgeladenes Monster-Artwork oder ein Avatar wird rund auf das Token gelegt und ersetzt die Initiale im Kreis. Bei uns hat Merrywens Spielerin als Erste ein Bild hochgeladen, seither will jeder eins.
Die Werkzeugleiste ist aufgeräumt
Mit dem Update ist die Werkzeugleiste des Spielleiters neu sortiert. Die Nebel-Werkzeuge erscheinen nur, wenn der Nebel auf der Karte eingeschaltet ist, und Wand und Tür tragen jetzt eine Beschriftung statt nur ein Symbol. Wer die Leiste noch nicht kennt: Der Beitrag zum Karteneditor erklärt Bauen-Modus, Paletten und Rückgängig. Alle Nebel-Werkzeuge im Überblick stehen auf der Funktionen-Seite unter Nebel des Krieges.
Häufige Fragen
Sehen Spieler unsichtbare Wände?
Nein, nie. Unsichtbare Wände sind nur in der Spielleiter-Ansicht sichtbar. Für die Spieler wirken sie allein durch ihre Folgen: Der Nebel hält an ihnen, und ein Token lässt sich nicht hindurchziehen. Weil der Server die Sicht berechnet und Verdecktes gar nicht erst an die Spieler-Geräte schickt, lässt sich die Wand auch nicht im Browser aufspüren.
Kann ein Spieler eine Tür selbst öffnen?
Nein. Türen öffnet und schließt nur der Spielleiter, mit einem Tipp auf die Tür im Bewegen-Modus. Der Spieler sagt an, dass seine Figur die Tür öffnet, der Spielleiter tippt, und die Sicht erweitert sich sofort auf allen Geräten. So bleibt die Entscheidung, ob die Tür verschlossen oder verklemmt ist, am Tisch.