Blog · Karte & Nebel

Die geteilte Battlemap: Raster, Tokens, Zoom und Messwerkzeug

Tablet mit Battlemap im Raster, mehrere Tokens, daneben ein roter W20 und eine Kerze

Die Battlemap ist die geteilte Rasterkarte von Heldentisch: Ein Feld sind 5 Fuß, und alle Geräte am Tisch zeigen denselben Stand, weil der Server ihn hält. Der Spielleiter setzt Tokens für Monster und NPCs, Spieler ziehen ihre eigene Figur mit dem Finger. Dazu kommen Zoom, Vollbild, Messwerkzeug und ein Fingerzeig, den alle sehen.

Ein Stand für alle Geräte

Am Papiertisch gibt es eine Karte, und alle schauen drauf. Sobald jeder ein Tablet hat, braucht es eine Regel, welche Version gilt. Bei Heldentisch ist das der Server: Er hält die Karte, jede Bewegung geht an ihn, und er verteilt das Ergebnis an alle Geräte. Zieht Brunhild ihr Token drei Felder nach vorn, gleitet es auf dem Tablet von Zaraya im selben Moment sanft an dieselbe Stelle. Es gibt keine zwei Wahrheiten, nur die vom Server.

Der Server entscheidet auch, was jedes Gerät überhaupt bekommt. Versteckte Tokens und Notizen des Spielleiters werden an Spieler nicht gesendet, und wenn die Karte im Nebel liegt, gehen nur die sichtbaren Felder raus. Das steht ausführlich im Beitrag zum Nebel des Krieges.

Zoomen, verschieben, messen

Ziehen verschiebt die Karte, Mausrad oder zwei Finger zoomen, ein Doppeltipp zoomt an die Stelle heran. Seit dem Update vom 8. Juli 2026 sind die Zoom-Knöpfe fingergroß, und ein Vollbild-Knopf lässt die Karte den ganzen Bildschirm einnehmen.

Das Messwerkzeug heißt Messen. Antippen, von einem Feld zum anderen ziehen, und die Karte zeigt die Entfernung in Feldern und in Fuß. Bei uns hat es die längste Diskussion abgeschafft, die ich von unserem Tisch kenne: Aerendils Spieler wollte wissen, ob der Bogenschütze am anderen Ufer noch in Reichweite seines Zaubers steht. Früher hieß das Felder zählen mit dem Finger und Streit über die Diagonale. Jetzt zieht er die Linie, liest 24 Felder ab, 120 Fuß, und wirkt.

Tokens: Initiale, Trefferpunkte, Zustände

Ein Token ist eine Spielfigur auf der Karte. Es gibt sie für Spieler, Monster, NPCs und Objekte, in Größen von 1 bis 4 Feldern, damit ein Riese auch wie ein Riese dasteht. Jedes Token trägt seine Initiale im Kreis. Spieler-Tokens entstehen von selbst: Wer beitritt, bekommt seine Figur auf die Karte gesetzt, die gerade live ist. Monster aus der Bibliothek kommen mit einem Klick auf die Karte, zunächst verdeckt.

  • Trefferpunkte: Der Spielleiter setzt HP hoch und runter, direkt am Token.
  • Zustände: 8 Stück als Symbol direkt an der Figur: Vergiftet, Liegend, Betäubt, Gelähmt, Verängstigt, Bewusstlos, Unsichtbar und Konzentration.
  • Verstecken, duplizieren, entfernen: Ein verstecktes Token existiert für die Spieler-Geräte nicht. Duplizieren setzt eine Kopie daneben, aus Goblin wird Goblin 2. Ein entferntes Token lässt sich 8 Sekunden lang zurückholen.

Was Spieler dürfen und was der Spielleiter darf

SpielerSpielleiter
Token bewegennur die eigene Figuralle Tokens
Monster und NPCs setzenneinja, auch aus der Bibliothek
Tokens verstecken, duplizieren, entfernenneinja
Messen und Fingerzeigjaja
Karte wechselnneinja

Der Fingerzeig ersetzt das Tippen mit dem Finger auf die Papierkarte: Ein Feld lange drücken, und es leuchtet für einige Sekunden auf allen Geräten. „Der Goblin da“ funktioniert damit auch, wenn drei Goblins auf der Karte stehen.

Bewegung hat Grenzen. Wände blocken, und beim Aufnehmen einer Figur markiert die Karte die Felder, die sie erreichen kann. Im Kampf zählt die verbleibende Bewegung des Zugs, ein zu weiter Zug springt zurück, Diagonalen werden nach der 5-10-5-Regel gerechnet. Wie Initiative und Züge zusammenspielen, steht im Beitrag Initiative und Kampf.

Bis zu 50 Karten je Spiel

Ein Spiel hat nicht eine Karte, sondern bis zu 50. Eine davon ist live, die sehen die Spieler, die anderen bereitet der Spielleiter im Hintergrund vor: die Taverne, der Waldweg, die Krypta. Jede Karte ist zwischen 4 und 100 Feldern breit und hoch, und seit dem 8. Juli passt sich die Ansicht sofort an, wenn ihr die Größe ändert.

Ein Kartenwechsel kommt bei den Spielern nicht sofort an. Sie sehen erst einen Vorhang mit der Meldung, dass der Spielleiter die Karte vorbereitet, und bekommen die neue Karte, sobald er freigibt. So bleibt Zeit, den Hinterhalt zu setzen, bevor jemand hinschaut.

Wie die Karten entstehen, aus Kacheln oder aus einer Beschreibung für die KI, ist ein eigenes Thema: Karten bauen im Editor. Die Übersicht aller Karten-Funktionen steht auf der Funktionen-Seite.

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