Blog · Charakterbogen & Regeln
D&D auf Deutsch spielen: was das SRD 5.2.1 frei hergibt
Das SRD 5.2.1 ist der frei lizenzierte Regelkern von Dungeons & Dragons, den Wizards of the Coast unter Creative Commons BY 4.0 veröffentlicht hat, auf Deutsch und auf dem Stand der Regeln von 2024. Heldentisch baut seine Nachschlagewerke darauf: Zauber, Monster, magische Gegenstände und Ausrüstung, alle auf Deutsch und ohne Buch am Tisch nutzbar.
Was das Systemreferenzdokument ist
Systemreferenzdokument, kurz SRD, nennt Wizards of the Coast den Teil der D&D-Regeln, den jeder frei verwenden darf. Die Fassung 5.2.1 gehört zu den 2024 überarbeiteten Regeln der 5. Edition und liegt als deutsches PDF vor, verlinkt unter dndbeyond.com/srd. Die Lizenz ist Creative Commons Namensnennung 4.0, kurz CC-BY 4.0: kopieren, übersetzen, in Software einbauen, auch kommerziell, alles erlaubt, solange der Lizenzhinweis mit Namensnennung steht.
Das ist der Grund, warum es Heldentisch mit deutschen Zaubertexten geben kann, ohne dass jemand bei Wizards um Erlaubnis gefragt hat. Die Erlaubnis steht in der Lizenz, für alle.
Was drin ist und was fehlt
Das SRD enthält den Kern des Spiels: Klassen mit einem Teil ihrer Unterklassen, Spezies, Zauber, Monster, magische Gegenstände und Ausrüstung. Es enthält nicht die Abenteuer und Kampagnen, und es enthält nicht alle Unterklassen aus den Regelbüchern. Die Bücher bleiben die vollständige Quelle, das SRD ist der Teil davon, den man weitergeben darf.
| Im SRD 5.2.1 | Nicht im SRD |
|---|---|
| Klassen, mit einem Teil der Unterklassen | Die übrigen Unterklassen |
| Spezies | Abenteuer und Kampagnen |
| Zauber, Monster, magische Gegenstände, Ausrüstung | Alles, was Wizards nicht unter CC-BY gestellt hat |
Für eine Runde am Küchentisch reicht der Kern. Brunhild, Aerendil, Cedric, Merrywen und Zaraya sind alle fünf mit Klassen und Spezies aus dem SRD gebaut, und keiner der fünf hat im ersten Jahr etwas vermisst.
Was Heldentisch daraus macht
Die Bibliotheken von Heldentisch bauen auf dem deutschen SRD-PDF auf. Stand 5. August 2026 stehen in der App 449 Zauber, darunter alle 338 des SRD, dazu 330 Monster, 251 magische Gegenstände und 152 Ausrüstungsstücke, alle auf Deutsch und durchsuchbar. Die 111 Zauber über das SRD hinaus sind seit dem 27. Juli 2026 dabei, übersetzt aus weiteren Regelbüchern. Monster- und Ausrüstungseinträge sind auf die Tischwerte gekürzt: Rüstungsklasse, Trefferpunkte, Bewegung und Attribute beim Monster, Schaden und Eigenschaften bei der Waffe. Ein Zauber dagegen steht mit vollständiger Beschreibung im Zauber-Fenster, mit Zeitaufwand, Reichweite, Komponenten und Wirkungsdauer, und lässt sich mit einem Tipp wirken.
Eine Korrektur habe ich mir erlaubt. Der Zaubertrick Light heißt im deutschen SRD „Leicht“, ein Übersetzungsfehler. In Heldentisch heißt er „Licht“. Sonst bleiben die Texte, wie sie sind, und deshalb klingen sie so, wie sie klingen: nach Regelbuch, nicht nach Heldentisch. Was mit den Zaubern im Spiel geht, steht im Beitrag Zauber hochstufen und eigene Zauber und auf der Funktionen-Seite.
Der Lizenzhinweis ist Pflicht
CC-BY verlangt die Namensnennung. Deshalb steht in der Fußzeile jeder Heldentisch-Seite und ausführlich im Impressum der Satz: „Dieses Werk enthält Material aus dem Systemreferenzdokument 5.2.1 (SRD 5.2.1) von Wizards of the Coast LLC, verfügbar unter dndbeyond.com/srd. Das SRD 5.2.1 ist unter CC-BY 4.0 lizenziert.“ Wer aus dem SRD eigene Werkzeuge, Bögen oder Apps baut, braucht denselben Satz. Mehr verlangt die Lizenz nicht, weniger geht nicht.
Dazu gehört die Abgrenzung. D&D und Dungeons & Dragons sind Marken von Wizards of the Coast. Heldentisch ist ein unabhängiges, privates Projekt aus Deutschland und steht in keiner Verbindung zu Wizards. Es gibt keine Absprache und keine Freigabe, nur die Lizenz, die für alle gilt. Das schreibe ich, weil es die Frage beantwortet, die mir am häufigsten gestellt wird: Nein, das ist nicht von Wizards, und ja, es ist erlaubt.
Was am Tisch fehlt, und was man damit macht
Zarayas Spielerin wollte eine Barden-Unterklasse aus einem Buch spielen, die nicht im SRD steht. Kein Problem: Die Unterklassenmerkmale stehen in ihrem Bogen als Freitext unter Klassenmerkmale & Fähigkeiten, der Rest der Bardin, Zauber, Fertigkeiten, Trefferpunkte, kommt aus dem SRD. Am Tisch merkt niemand einen Unterschied, außer dass sie ihre Merkmale selbst getippt hat.
Zauber, die weder im SRD noch in der Bibliothek stehen, legt man als eigene Zauber an, mit freiem Beschreibungstext. Und wer eine Spezies spielt, die im SRD fehlt, trägt sie ins Feld Rasse ein; das Feld nimmt jeden Text. Der Bogen rechnet mit Attributen, Stufe und Übungen. Wie er aufgebaut ist, steht im Beitrag zum Charakterbogen.
Häufige Fragen
Ist es legal, D&D-Regeln in einer kostenlosen App zu verwenden?
Ja, für den Teil, der im Systemreferenzdokument steht. Wizards of the Coast hat das SRD 5.2.1 unter Creative Commons BY 4.0 veröffentlicht. Die Lizenz erlaubt Kopieren, Übersetzen und Einbauen in Software, auch kommerziell, unter einer Bedingung: Der Lizenzhinweis mit Namensnennung muss sichtbar sein. Bei Heldentisch steht er in der Fußzeile jeder Seite.
Warum fehlt meine Unterklasse in Heldentisch?
Weil sie nicht im SRD steht. Das Systemreferenzdokument enthält nur einen Teil der Unterklassen aus den Regelbüchern, und Heldentisch hält sich bei Klassen und Unterklassen an das SRD. Eine fehlende Unterklasse spielt ihr trotzdem: Ihre Merkmale kommen als Freitext in den Charakterbogen, Zauber, die in der Bibliothek fehlen, als eigene Zauber.
Brauche ich die Regelbücher trotzdem?
Zum Spielen mit Heldentisch nicht; Klassen, Spezies, Zauber, Monster und Gegenstände aus dem SRD reichen für ganze Kampagnen. Die Bücher liefern, was das SRD auslässt: weitere Unterklassen und fertige Abenteuer. Wer davon etwas nutzt, trägt es in Heldentisch selbst ein. Das SRD ist der Kern, nicht der Ersatz für alles.